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Grüne Suchmaschinen – keine Chance ohne Google und Co.

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06.09.2017

Seit einigen Jahren versprechen Alternativ-Suchmaschinen eine nachhaltigere und grünere Suche im Netz. Doch wie funktionieren sie genau – und wie öko sind sie wirklich?

Grüne Suchmaschinen gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse – allen voran ist für Stromsparer, Käufer von Umweltprodukten und Spendern etwas dabei.

Ein grüner Anstrich

Suchmaschinen, die die Umwelt schützen – eigentlich eine gute Sache. Dennoch stehen sie in der Kritik seit es sie gibt, und das nicht ganz zu Unrecht. Schon der Begriff „Suchmaschine“ ist irreführend, denn hierbei handelt es sich nicht um eigenständige Anbieter wie Google oder Yahoo – vielmehr sind umweltfreundliche Suchmaschinen wie Ecosia auf die ungrüne Konkurrenz angewiesen. Denn bei der Öko-Suche handelt es sich eigentlich um eine grüne Maske – mit den Marktführern muss also eine Kooperation eingegangen werden. Der Grund ist, dass auch diese Maschinen ihre Ergebnisse irgendwoher beziehen müssen. Die Bezeichnung „grün“ ist daher ebenfalls irreführend.

Zwar bemühen sich die Öko-Suchmaschinen, Ökostrom zu beziehen, sind aber auf die Technik vom jeweiligen Kooperationspartner angewiesen, was das Ganze schon wieder nicht mehr ganz so grün macht. Ökostrom ist jedoch nicht das Einzige, was die grünen Anbieter grün macht. Die Suchmaschinen basieren auf unterschiedlichen Modellen. Bei Ecosia wird beispielsweise die Umwelt durch Klicks auf Werbeanzeigen unterstützt – mindestens 80 Prozent der Werbeeinnahmen fließen in den Schutz des Regenwaldes.

Varianten der grünen Suche

Weitere nachhaltigere Suchmaschinen kann man beispielsweise für die Suche von Produkten verwenden. Sie zeigen nicht nur das Produkt an, sondern bewerten es direkt per Ampelprinzip nach seiner ökologischen Unbedenklichkeit, wobei sich hier mitdenken lohnt: Ganz ausgereift ist der Bewertungsalgorithmus nicht immer. Andere Suchmaschinen zeigen grundsätzlich grüne Ergebnisse an. Während Google nach Relevanz vorgeht, sortieren sie die Ergebnisse nach Ökokriterien.

Alternative Suchmaschinen auszuprobieren lohnt sich also, da mit ihnen auf jeden Fall die Wahrscheinlichkeit steigt, etwas für die Umwelt zu tun – auch wenn sie nicht so nachhaltig sind, wie sie daherkommen. (tl)